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Lehr- und Lernprogramme

Omnibus
Quintett
tutti
tutti-Stoffverteilungsplan
 

OMNIBUS
für den handlungsorientierten Musikunterricht an Grundschulen

bietet 76 Unterrichtseinheiten (auf Kopiervorlagen), die nicht nach Jahrgangsklassen, sondern in Anforderungsstufen eingeteilt sind. In der gründlichen Einführung wird gezeigt, wie mit dieser neuartigen Methode auch von fachfremd unterrichtenden Lehrkräften ein fröhliches Klassenmusizieren mit Grundschulkindern in Gang gesetzt werden kann.

Da Grundschulkinder anfangs noch keine Noten lesen können, werden die Tonhöhen zunächst durch Abzählen der Bünde ermittelt und mit Farbkärtchen fixiert, so dass von der ersten Stunde an ein erlebnishaft motivierendes Musizieren möglich ist. Die Kinder gestalten ihre Notenblätter durch verschiedenartige musikbezogene Einzeichnungen und Bilder selbst aus, so dass Musik zu einem fächerübergreifenden
pädagogischen Basisfach wird.

Alle Unterrichtseinheiten der gleichen Stufe bewegen sich auf dem gleichem Anforderungs-Niveau, die Lehrkraft kann daher innerhalb der gleichen Stufe die Unterrichtseinheiten nach Jahreszeit, pädagogischer Intention oder aktuellem Anlass frei wählen und auch ohne Rücksicht auf den Klassenjahrgang entscheiden, wann der Übergang zu nächsthöheren Stufe angezeigt ist.

Basis-Instrument: Steckbund-Monochord
Flankierende Percussions-Instrumente: Holz-Bongotrommel, Stabrassel, Kastagnetten.


QUINTETT
methodisch angelegte Materialsammlung für den handlungsorientierten Musikunterricht an weiterführenden Schulen

Das QUINTETT-Material ermöglicht einen Musikunterricht, der völlig vom praktischen Musizieren ausgeht, wobei das Steckbund-Monochord als Basis-Instrument dient, das von Percussionsinstrumenten flankiert wird, die nach sensomotorischen Gesichtspunkten ausgewählt sind. Alles was beim Klassenmusizieren zu tun, zu hören, zu benennen, zu notieren, zu bedenken, zu wissen und zu behalten ist, wird allein am handgreiflichen Umgang mit diesen Musikinstrumenten entwickelt und durch kontinuierliches Wiederholen befestigt und schrittweise erweitert.

Das QUINTETT-Material ist nicht nach Jahrgangsklassen, sondern nach musikpraktischen Kompetenzstufen geordnet. Die Progression ergibt sich aus dem pädagogischen Prinzip des Fortschreitens vom Leichten zum Schwereren: von Stufe zu Stufe nimmt nicht nur die Anzahl der Begleitakkorde zu (auf Stufe 1 ist es einer, auf Stufe 2 sind es zwei usw.), auch die rhythmische Differenzierung des Begleitsatzes, der Umfang des bespielten Tonraums, die Praxis des Notenschreibens und die gedanklichen Anforderungen bei der Ausarbeitung des Schülerarbeitsblattes (SAB) erweitern sich kontinuierlich, wobei der sinnvolle Wechsel der Arbeitsformen ( Stillarbeit, Teamwork, Hausaufgabe) sich aus der Anlage der Schülerarbeitsblätter (SAB) ableiten lässt (s. Beispiel auf der folgenden Seite).

Die QUINTETT-Reihe zielt auf ein fünfstimmiges Musizieren aus vierstimmigem Monochord-Begleitsatz und einer weiteren Stimme ("Quintett"). Die zum Begleitsatz hinzutretende fünfte Stimme ist in der Regel eine Liedmelodie, die durch eine "Insert-Zeile" musizierend vorbereitet wird. Diese aus Gerüsttönen der Melodie gebildete Übungszeile muss zunächst durch Eintragen von Notennamen und (fehlenden) Notenzeichen von den Schülern ergänzt werden, bevor sie - vom Monochordsatz begleitet - insert auf Klangstäben gespielt werden kann. Auf diese Weise wird die melodische oder harmonische Grundstruktur der Liedmelodie in der Vorstellung verankert, bevor ihre durch Nebennoten angereicherte Endgestalt singend erarbeitet und mit dem Liedtext verbunden wird.

Die fünfte Stimme kann aber auch auf entsprechenden Melodieinstrumenten gespielt werden, so dass von Anfang an alle Instrumente, die von den Schülern im außerschulischen Musikunterricht erlernt werden, in das Klassenmusizieren einbezogen werden können.

Die Melodiestimme sollte während aller Erarbeitungsphasen des SAB erklingen, entweder von der Lehrkraft dazu gespielt (gesungen oder wenigstens gesummt) oder (per Midi file) über ein Keyboard oder einen Rechner abgespielt werden. Letzteres gibt der Lehrkraft die Möglichkeit, sich während des Musizierens einzelnen Schülern helfend zuzuwenden, was sich - hauptsächlich im Hauptschulbereich - als sehr praktisch erwiesen hat.

Wo es stilistisch möglich ist, bietet das SAB auch Percussions-Stimmen, die spieltechnisch der jeweiligen Anforderungsstufe entsprechen und die rhythmische Grundausbildung auf eine stets lustvoll empfundene Weise vorantreiben.

Da alle auf dem SAB versammelten Stimmen stets mit einander kombiniert werden können, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten strophenweise wechselnder Besetzung und Instrumentation wie auch der Binnendifferenzierung der Klasse.

Die bei einem solchen Klassenmusizieren sich entwickelnde musikalische Handlungskompetenz und das sich aufbauende elementare musiktheoretische Grundwissen ist für die Orientierungsstufe und den Hauptschulbereich völlig ausreichend.

In Gymnasien und Realschulen bietet das Quintett-Material jedoch die ideale Ergänzung zur tutti-Reihe, die schwerpunktmäßig die Inhalte der allgemeinen Musiklehre samt deren Terminologie vermittelt. Die Kombination der beiden Reihen entwickelt die Grundlage für eine sinn-volle, d.h. sowohl erlebnishafte wie auch begreifbare Behandlung von Musikwerken in der Sekundarstufe II.



tutti - Das Lehr- und Lernprogramm
für den handlungsorientierten Musikunterricht an Gymnasien und Realschulen

Dieses Lehr- und Lernprogramm bietet in seiner Grundreihe A einen progressiv geordneten Lehrgang einer klingend begreifbaren und erlebnishaft erfahrbaren musikalischen Grundausbildung. Der schrittweise entwickelten Spieltechnik am Instrument entspricht - nach dem Grundsatz "Vom Greifen zum Begreifen" - eine kontinuierliche Zunahme an Musikwissen und allgemeiner musikalischer Kompetenz.

Die 36 Unterrichtseinheiten dieser Reihe, zu denen entsprechende Spielstücke zur Verfügung stehen, können - je nach aktueller Situation - auf zwei, drei oder vier Schuljahre verteilt werden.
Die Schülerarbeitsblätter sind so angelegt, daß sie im Stundenverlauf als zentrales Arbeitsmittel zu verwenden sind. Sie schlagen der Lehrkraft eine Behandlungsreihenfolge vor und lassen Möglichkeiten der Binnendifferenzierung leicht erkennen. Anhand des auf Folie kopierten und projizierten Schülerarbeitsblattes kann ein Musikalisierungs- und Lernprozeß in Gang gesetzt werden, der sich aus dem programmierten Wechsel zwischen dem handgreiflichen Umgang mit dem Instrument und einem Nachdenken ergibt, das durch methodisch kalkulierte Arbeitsaufträge ausgelöst wird, die in den Erinnerungsphasen während des Unterrichts (oder zu Hause) auszuführen sind.

Den Schülern dienen die Arbeitsblätter daher sowohl als Spielvorlage wie auch als Notenheftseite. So legen sich die Schüler Blatt für Blatt ihr eigenes Musikbuch und Nachschlagewerk an, in dem das Spiel-, Hör- und Lernrepertoire eines ganzen Schuljahres versammelt ist.

Das Lehrerblatt informiert schnell über die betreffende Unterrichtseinheit. Es fasst in der Kopfzeile die Lernziele zusammen, zeigt sodann das ausgefüllte Schülerarbeitsblatt in Verkleinerung und enthält schließlich Sachinformationen sowie spieltechnische, methodische oder didaktische Hinweise und Behandlungsvorschläge.

tutti - Stoffverteilung und spieltechnische Progression in Grundreihe A

01 Das Klasseninstrument: Steckbund-Monochord / erste Töne auf der leeren Saite (Sopran-und
     Tenor-Monochord unisono) Daumenpizzicato / Ein- und Zweischlagnote

02 Takt- und Schlußstrich / Wiederholungszeichen / Daumenpizzikato / Spiel mit drei Tönen
03 Punktierung: Dreischlagnote / Taktangabe / Taktarten / Plektronanschlag / Bogen- und Luft-
     schlag
04 Halb- und Ganztonschritt / Vierschlagnote / Spiel mit vier Tönen (drei gegriffene) / die Töne
     b und h / Mehrtaktpause / Fine / Da Capo
05 Akzidens- und Generalvorzeichnung / Notenschrift-Regeln
06 G-Linie / G-Schlüssel / fünf Töne (vier gegriffen) / Tetrachord, die halbe Tonleiter
07 Fünftonraum / Spielpartitur 2 stimmig / Gleit-Lagenwechsel / oktavierender G-Schlüssel
08 Große u.kleine Terz / Spielpartitur 3 stimmig / Auflösungszeichen / D.C./ Daumenreise über
     Stützfinger / Bass-Monochord
09 Haltebogen / Spielpartitur 4 stimmig / Benennung der "Kreuz"-Töne / Synkope
10 Quarte und Quinte / Oktave / Achtel auf gleicher Tonhöhe / Pendelschlag / Kanon
11 Punktierte Viertelnote / Balken-u. Fähnchen-Achtel / Pendel-Luftschlag
12 Große und kleine Sexte / Benennung der " b-Töne"/ Wiederholungsklammer (Prima -und
     seconda volta / Auftakt (-Viertel) / Terrassen-Dynamik / f und p-Zeichen / Viertelpause
13 Prim / Wiederholung der Intervalle. / Überbindung / Gleitlagenwechsel mit 5. Finger /
     
Oktavierung / Bass-Schlüssel / Tonraum ab C
14 Kleine Septime / Oktave / Tremolo / gleitende Dynamik: crescendo - decrescendo /
     Ablangen über Stützfinger / Lagenwechsel bei Achteln
15 Auftakt (-Achtel) / Dur-Bauplan / Transposition / Krabbel-Lagenwechsel: "Raupengang"
16 Dur: authentisch und plagal / Dur-Schablone / Tief- und Hochalteration / Quintenzirkel /
     Lagenwechsel nach Punktierung
17 Dur und Moll im 6-Tonraum
18 Äolisch Moll / Dur-Moll-Vergleich / Spiel von Viertel- und Achtelpausen / Fingerersetzen /
     übermäßige Sekunde
19 Dur- und Moll-Dreiklang / Akkordbuchstaben / Oktavierende Notation
20 Akkordlagen (Umkehrungen) / enge und weite Lage / Begleitung nach Akkordbuchstaben
    alla breve (2/2)

21 Konsonanz und Dissonanz / verminderte und übermäßige Intervalle / enharmonische
     
Doppelbenennung (enharmonische Verwechslung)
22 Chromatik / Sechzehntel: Handbogen und Handpendel / pentatonischer, diatonischer und
     chromatischer Cluster / Differenzierung der Dynamik-Bezeichnungen
23 punktierte Achtel / halbe -, ganze - u. Mehrtaktpause / asymmetrischer Pendelschlag /
     Einführung in das Insertspiel auf Klangstäben
24 Triole / Begleitakkord-Töne finden / Liedbegleitung nach Akkordbuchstaben
25 Pentatonik / Improvisation / Erfindungsübung
26 Dorisch / Gestaltungsaufgabe / 6/4-alla breve
27 Phrygisch / alla breve / Gestaltungsaufgabe / oktavüberschreitende Intervalle
28 Lydisch / Gestaltungsaufgabe / Bordun
29 Mixolydisch / Melodie-Puzzle
30 Mollvarianten / alla breve / Begleiten nach Akkordbuchstaben
31 Tonartenvergleich / Tonartumwandlung
32 "Zigeuner-Moll" / alla breve / Improvisation
33 Kadenz, wie sie entsteht / Leitton / akkordfremde Töne / Funktionsbezeichnungen
34 Parallele und gleichnamige Tonarten / Erweiterung des Quintenzirkels / Begleitstimme
     notieren / Bezeichnung der Stimmlagen
35 Blue notes / Blues-Schema / Transposition
36 Enharmonik / Doppelkreuz und -Doppel-b / Melodie über Begleitsatz erfinden

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